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Spielbanken Niedersachsen bauen Roulette-Tische ab

Parker Schulz · Sep 29, 2026

Spielbanken Niedersachsen bauen Roulette-Tische ab

Roulette-Tische in einer deutschen Spielbank mit fallenden Besucherzahlen

Die staatliche Spielbanken GmbH in Niedersachsen hat den Abbau von Roulette-Tischen an den Standorten Hitfeld und Bad Pyrmont beschlossen, weil die Nachfrage nach dem Tischspiel stark zurückgegangen ist und die Personalkosten die Erlöse übersteigen. Die Demontage soll Mitte 2027 erfolgen, danach bieten diese beiden Häuser nur noch Automatenspiele an, wie es bereits an vier anderen Standorten der Fall ist.

Hintergründe der Entscheidung

Beobachter der niedersächsischen Spielbankbranche stellen fest, dass die Besucherzahlen am Roulette über mehrere Jahre kontinuierlich gesunken sind, während die Kosten für qualifiziertes Personal weiter gestiegen sind. Die Gesellschaft plant daher, die Tische in Hitfeld und Bad Pyrmont zu entfernen, um die wirtschaftliche Belastung zu reduzieren und die Standorte auf das Automatengeschäft zu konzentrieren, das an anderen Orten bereits erfolgreich umgesetzt wurde.

Geplante Veränderungen an den Standorten

Ab Mitte 2027 werden Hitfeld und Bad Pyrmont ausschließlich Slot-Maschinen betreiben, während Roulette nur noch an den verbleibenden vier Spielbanken in Bad Harzburg, Bad Zwischenahn, Hannover und Osnabrück angeboten wird. Diese Umstellung folgt dem Muster, das bereits an vier weiteren Standorten in Niedersachsen umgesetzt wurde, wo die Konzentration auf Automatenspiele zu einer stabileren Auslastung geführt hat. Die Gesellschaft teilt mit, dass alle betroffenen Mitarbeiter an den verbleibenden Standorten weiterbeschäftigt werden sollen.

Finanzielle Anpassungen durch die Landesregierung

Parallel zur Umstrukturierung plant das Land Niedersachsen, die Spielbankenabgabe von 85 Prozent auf 80 Prozent zu senken. Diese Entlastung soll den Spielbanken helfen, die wirtschaftlichen Folgen des Rückgangs bei Tischspielen abzufedern und langfristig eine stabile Betriebsführung zu ermöglichen. Daten aus dem Sektor zeigen, dass eine solche Anpassung der Abgabe die Liquidität der Häuser verbessert, ohne die staatlichen Einnahmen grundlegend zu gefährden.

Automatenspielbereich einer modernen Spielbank in Niedersachsen

Auswirkungen auf das Angebot in Niedersachsen

Nach der Umstellung bleibt Roulette an vier Standorten erhalten, während die beiden betroffenen Casinos vollständig auf Automaten umstellen. Die Gesellschaft hat klargestellt, dass keine weiteren Abbaupläne für andere Standorte bestehen und die vier verbleibenden Roulette-Standorte weiterhin mit vollem Programm betrieben werden. Kunden, die Roulette bevorzugen, müssen dann gezielt diese Häuser aufsuchen, während Automatenfreunde an allen sechs Standorten bedient werden können.

Reaktionen und weitere Entwicklungen

Vertreter der Branche weisen darauf hin, dass die Entscheidung auf langjährigen Trends basiert und nicht auf kurzfristigen Schwankungen. Die Landesregierung begleitet die Maßnahme mit der bereits genannten Senkung der Abgabe, um die Wettbewerbsfähigkeit der staatlichen Spielbanken zu sichern. Aktuelle Berichte bestätigen die zeitliche Planung und die betroffenen Standorte. Ein weiterer europäischer Branchenbericht zeigt ähnliche Entwicklungen in anderen Regionen, wo Automatenangebote Tischspiele zunehmend ersetzen.

Fazit

Die Umstellung in Hitfeld und Bad Pyrmont sowie die Senkung der Spielbankenabgabe markieren eine klare Anpassung der niedersächsischen Spielbanklandschaft an veränderte Nachfragestrukturen. Ab Mitte 2027 wird das Roulette-Angebot auf vier Standorte konzentriert, während alle sechs Häuser mit Automatenspielen fortgeführt werden. Die Maßnahmen sollen die wirtschaftliche Stabilität der staatlichen Spielbanken sichern und gleichzeitig den Betrieb an allen Standorten aufrechterhalten.